Es kommt Bewegung ins Leben

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Sport – Kinder Paradise 2015

Wir haben ie Halbzeit der Ferien knapp überschritten. Am Montag, den 24.08.2015, haben wir im Kinder Paradise einen Sporttag gehabt an dem nicht nur die Kleinen und Großen vom Heim selbst teilgenommen haben. Silke Rösner hat darüber hinaus noch andere Mädchen und Jungen von befreundeten Kinderheimen eingeladen, sodass wir hier viel Besuch hatten und die Kinderanzahl rapide auf circa 180 gestiegen ist. Nach einer kleinen Begrüßung und Ansprache konnte es losgehen. Verschiedene Kleingruppen wurden passend zu ihren Altersstufen gebildet, es musste sich ein Gruppenname und ein entsprechender Ruf überlegt werden. All dies wurde dann noch kurz präsentiert und dann ging es los mit den verschiedenen Spielen. Die Kleingruppen sind gegeneinander angetreten und konnten sich selbst und den anderen Kindern und Jugendlichen beweisen, was in ihnen steckt. Zum einen, was jede/r Einzelne für Stärken und Talente hat, aber auch was sie als Gruppe leisten können. Die Aktivitäten bestanden aus kurzen 15-minütigen Sequenzen im Fußballspiel, einem Paarlauf mit aneinander gebundenen Beinen, Kräftemessen in Form vom Tauziehen, das weitbekannte Eierlaufen – in diesem Fall war es jedoch Limettenlauf und dem Befüllen von einer Wasserflasche mit bloßer Hand. Ich muss sagen manche Gruppen haben sich wirklich sehr gut angestellt, sie haben alles gegeben und sich niemals unterkriegen lassen. Jede Herausforderung haben sie angenommen und der Ehrgeiz und Anspruch zu siegen war geweckt. Die gesamte Zeit über lief Musik und immer mal wieder gab es kurze Verschnaufspausen, wenn man auf seine Gegner noch warten musste. In der großen Pause nach dem Mittagessen, haben die jeweiligen Gruppen einen Teilnehmer oder eine Teilnehmerin ausgewählt, die dann beim Tanzwettbewerb ihr Können präsentiert. Nach all diesen schönen Stunden und den verschiedenen Stationen haben wir am späteren Nachmittag die Gewinnerteams gekürt. Wie es sich gehört mit kleineren und größeren Pokalen. Zur großen Freude aller Kinder und Jugendlichen hat es im Anschluss noch Limonade und ein paar Süßigkeiten sowie Snacks gegeben. Aus meiner Wahrnehmung heraus ist dieser Tag ein voller Erfolg gewesen und die Mädchen und Jungen, sowie all die Besucher waren mehr wie glücklich und erschöpft, als sie sich wieder auf den Weg nach Hause gemacht haben. Nach so viel Spaß und Freude kann der nächste Sporttag oder ein anderes Event ja geplant werden.

 

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Sport – Paarlauf Kinder Paradise 2015

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Sport – Paarlauf Kinder Paradise 2015

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Sport – Tauziehen Kinder Paradise 2015

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Sport – Tauziehen Kinder Paradise 2015

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Sport – Fußball Kinder Paradise 2015

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Sport – Fußball Kinder Paradise

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Sport – Flaschen befüllen Kinder Paradise 2015

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Sport – Flaschen befüllen Kinder Paradise 2015

Heimat hautnah erleben

Aussicht

Shai Hills 2015

Neben den vielen, bunten Aktivitäten vor Ort, haben wir auch einen Ausflug zu dem Shai Hills Resource Reserve gemacht. Hierbei handelt es sich um einen kleines Wildtierreservat in der Greater Accra Region, in der Nähe von Dodowa und dem Dangme West Bezirk. Das Reservat liegt in einer markanten Hügellandschaft – den Shai Hills. Neben verschiedenen Tierarten, die dort beheimatet sind, gibt es auch einige Höhlen. Manche von ihnen haben eine archäologische Bedeutung.

Jugendlicher

Shai Hills – Kinder Paradise 2015

Insgesamt sind wir zweimal mit den älteren Mädchen und Jungen, ab dem Alter von 13 Jahren, dorthin gefahren. Es war nicht nur für mich das erste Mal, sondern auch für alle anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Ich muss gestehen, am Anfang war ich mir nicht so sicher, ob sie von meiner Idee, solch einen Ausflug zu machen, überzeugt sein werden. Die ersten Minuten sind wir nämlich nur durch die Landschaft gefahren und alles, was zu sehen war, war hohes Gras, Bäume und Felsen. Nicht gerade die Attraktion für Pubertierende.

1. Begegnung mit Strauß

Shai Hills – Kinder Paradise 2015

Doch bei unserer Fahrt zu der ersten Station im Park sind uns einige Antilopen und Paviane über den Weg gelaufen. Wir haben sie aus dem Bus heraus beobachtet. Die Mädchen und Jungen waren recht fasziniert die Tiere so nah zu sehen bzw. sie überhaupt zu sehen. Meist sind diese Tiere eher aus Erzählungen bekannt. Ebenso war es das erste Mal, dass die Jugendlichen einen Strauß gesehen haben. Sie waren sehr interessiert an der Lebensweise und überrascht, wie groß ein Straußenei ist.

1. Station

Shai Hills – Kinder Paradise 2015

Gang 1. Station

Shai Hills – Kinder Paradise 2015

Nachdem wir uns ein wenig mehr mit der Tierwelt und ihren Besonderheiten befasst hatten, sind wir weiter in Richtung 1. Station gefahren. Hier hieß es dann: Klettern und Krackeln, um auf die nächste Ebene zu kommen. Diese Hürde war schnell überwunden und wir alle konnten die grandiose Aussicht über Shai Hills genießen. Die Mädchen und Jungen, die zu Beginn eher skeptisch und etwas ängstlich waren, haben diese Herausforderung einwandfrei gemeistert und sind ein Stück über sich selbst hinaus gewachsen. Aus dieser Position heraus, sah die Welt um uns herum recht klein aus. Eine kurze Verschnaufspause später ging es auch schon wieder den Hügel herunter und weiter zurück zum Bus und auf zur zweiten Etappe unserer Abenteuerreise. Hier ging es darum, den Hügel bis auf circa 250 Meter Höhe zu begehen. Während unserers Gangs, hatte ich kurz das Gefühl durch einen Wald in Deutschland zu laufen, denn auch hier lag einiges an Laub herum. Lediglich die Temperaturen haben mir vor Auge geführt, dass ich nach wie vor noch in Afrika bin.

Stück für Stück haben wir uns immer weiter nach oben gearbeitet, um dann vor zwei aneinander gelehnten Felsen zu stehen. Hier mussten wir einen schmalen Gang passieren, auf allen Vieren und in leichter Dunkelheit, war mir gar nicht so ganz wohl. Doch hätte ich vorab gewusst, was danach auf mich wartet. Ich wäre wohl eher umgedreht. Anstatt direkt nach dem Gang wieder in der Sonne zu stehen, war ich in einer kleinen Höhle und die Sonnenstrahlen wiesen den Weg nach oben und draußen. Raus ging es jedoch nur durch ein kleines Loch in der Felswand. Am liebsten wäre ich, sowie auch einige der Mädchen und Jungen wieder umgedreht. Doch wohin? Es gab keinen anderen Weg als sich durch das Loch zu quetschen. Im Nachhinein war ich froh diese Herausforderung angenommen zu haben, neben dem guten Gefühl gab es aufgeschrammte Beine und Arme gratis. Die Aussicht von dort oben war nochmal beeindruckender als die zuvor. Einwandfreie Sicht und ein gutes Gruppengefühl.

Abstieg 1. Plattform

Shai Hills – Kinder Paradise 2015

Klettern durch den Felsspalt

Shai Hills – Kinder Paradise 2015

 

Die letzte Station konnte also ebenfalls in Angriff genommen werden. Hier sind wir zu einer alten Höhle, die als Wohnsitz früherer Einwohner der Gegend gedient hat, gelaufen und geklettert. Früher hat dort der Chief mit seiner Familie gelebt, heute leben dort lediglich eine große Anzahl an Fledermäusen.

Kleingruppe

Shai Hills – Kinder Paradise 2015

Der Ausflug war ein voller Erfolg, die Mädchen und Jungen waren begeistert und erschöpft, sie alle würden jedoch sofort wieder hierher fahren wollen. Auch wenn der ein oder andere zwischenzeitlich am liebsten aufgegeben hätte. Ein Ausflug zu den Shai Hills vereint das Erlernen von Geschichte und Kultur mit altersentsprechenden Aktivitäten zur Freizeitgestaltung. Wir alle hatten eine Menge Spaß.

Freundschaft

Shai Hills – Kinder Paradise 2015

Prana im August

 

„Clean India!”

von Hilde Link

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Ich persönlich finde ja  – als Mutter von vier Töchtern, das nebenbei –  dass man Kinder ab einem gewissen Alter durchaus zu diversen Hausarbeiten heranziehen darf. Auch zu denjenigen, die über das Den-Eigenen-Teller-In- Die-Spüle-Stellen hinausgeht. Mein Vorschlag im Prana-Projekt, die Kinder könnten sich doch am Putzen ihrer Schule mit einem Besen beteiligen, führte zu einem entsetzten Aufschrei der Lehrerinnen: „Kinderarbeit!“ Na gut, dann eben keine Kinderarbeit an unserer Schule.

Jetzt haben wir aber einen neuen Ministerpräsidenten, Narendra Modi. Er ist der Meinung, dass man Indien sauber kriegen muss. „Clean India!“  heißt sein Aufruf, der bis ins Prana-Projekt vorgedrungen ist. So wird also einmal im Monat die Schule von den Kindern geschrubbt. Kinderarbeit hin oder her. Herrn Modi sei Dank!

 

Ein Tag im August

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Kinder Paradise 2015 – Aufwärmen

Wir alle kennen es sicherlich noch aus Kindheitstagen, die Ferien bieten Platz für Aktivitäten, die im Alltag sonst gelegentlich untergehen oder etwas zu kurz kommen. So ist es auch hier im Kinder Paradise. Durch das bunte Ferienprogramm, welches viel Abwechslung beinhaltet, ist am Wochenende ein Basketballspiel zustande gekommen. Die Mannschaft vom Kinder Paradise hat gegen zwei weitere Mannschaften von außerhalb gespielt. Ich muss sagen, dass ich sehr glücklich und stolz auf die Jungs war. Nachdem wir das Fußballspiel gegen die German Soccer Academy verloren haben, haben wir dieses Mal alle Spiele gewonnen. Eine großartige Leistung über die sich alle riesig gefreut haben. Vor allem, da in den letzten Wochen eher etwas weniger trainiert worden ist. Doch wie wir alle wissen, sind viele Dinge möglich, gerade dann, wenn wir selbst an sie glauben. Für mich war es schön den Jungs beim Spielen zu zusehen und zu erleben, wie viel Ehrgeiz und Freude sie in das Spiel stecken. Sie spielen stets fair und lassen sich von Niederlagen nicht einschüchtern oder gar unterkriegen. Das zeigt für mich wahre Stärke auf dem Spielfeld. Hoffentlich folgt demnächst ein weiteres Spiel, bei dem wir sie anfeuern können, um uns am Ende alle für sie zu freuen.

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Kinder Paradise 2015 – Einspielen

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Kinder Paradise 2015 – Spiel

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Kinder Paradise 2015 – Spiel

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Kinder Paradise 2015 – Spiel

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Kinder Paradise 2015 – Spiel

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Kinder Paradise 2015 – Spiel

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Kinder Paradise 2015 – Spiel

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Kinder Paradise 2015 – Spiel

Ein weiterer Monat im Kinder Paradise

Die Zeit hier im Kinder Paradise vergeht irgendwie viel zu schnell. Noch gerade eben war Anfang Juli und zack sind wir schon im August und die Kinder haben Ferien. Daher habe ich mir überlegt einen kurzen Rückblick auf den letzten Monat zu geben.

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Kinder Paradise 2015

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Kinder Paradise 2015

Gemeinsam mit der Bastelgruppe haben wir im vergangenen Monat ein paar Teddybären aus Filz hergestellt. Hier haben vor allem die jüngeren Mädchen und Jungen teilgenommen sowie ihre Freude gehabt. Sie haben sich sogar sehr geschickt mit Nadel und Faden angestellt und am Ende sind viele unterschiedliche Bären entstanden. Jeder Einzelne von ihnen ist schön, besonders und einzigartig. So wie jedes Kind und jeder Jugendliche hier. Neben dem Erstellen von Teddybären haben die Mädchen und Jungen an manchen Nachmittagen ein paar Bilder gemalt und ihre teils verborgenen Talente zum Ausdruck gebracht.

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Kinder Paradise 2015

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Kinder Paradise 2015

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Kinder Paradise 2015

Auch haben wir noch einmal gegen die German Soccer Academy aus dem Ort gespielt. Dieses Mal war es jedoch kein Heimspiel, sondern „außerhalb“, wenige Gehminuten entfernt. Leider konnten unsere Jungs die gegnerische Mannschaft dieses Mal nicht besiegen. Wir haben leider 3:0 verloren. Doch trotz der Niederlage haben die Jungs ihre Freude am Spiel gehabt und haben stets fair gespielt. Sie wissen eben, dass es nicht nur auf die Tore und das Siegen ankommt. Der Nachmittag außerhalb hat den Spielern sowie manch anderen Kids vom Kinder Paradise gut gefallen. Sie haben die Jungs gut angefeuert und die Daumen gedrückt.

 

 

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Kinder Paradise 2015

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Kinder Paradise 2015

 

 

 

Anlässlich einer Veranstaltung, bei der es darum gehen soll den größeren Mädchen und Jungen, ein paar mögliche Zukunftsberufe vorzustellen und ihnen zu verdeutlichen, was dafür notwendig ist, hat es ein besonderes Frühstück gegeben. Dies ist von einer Teilnehmerin der Eco Bank durchgeführt worden. Die Mädchen und Jungen sind somit gut gestärkt und mit der ein oder andere Leckerei in das Programm zur möglichen Berufswahl gestartet. Es hat allen mehr wie gut geschmeckt.

 

 

 

 

 

 

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Kinder Paradise 2015

Darüber hinaus haben wir gemeinsam die Stunden im Alltag genossen und verschiedene Spiele gespielt. So langsam werden einige der Kids besser als ich. Auch können sie einige der Regeln schon sehr gut, sodass sie das ein oder andere Spiel vollkommen eigenständig spielen können. Es ist schön sie in diesen Momenten zu beobachten und zu sehen, wie sie im Spiel aufblühen und ihre Freude haben.

Ebenso kommt seit ein paar Wochen eine Gruppe an Musikern, die einigen Mädchen und Jungen, in Kleingruppenarbeit verschiedene Musikinstrumente, wie Piano, Trompete und Violine beibringt. Momentan dreht es sich noch eher um das Erlenen von Noten, doch ich bin mir sicher, dass in manchen von ihnen ein Talent schlummer, das nur darauf wartet entdeckt zu werden.

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Kinder Paradise 2015

Gegen Ende des Monats habe ich zusammen mit einer anderen Volontärin noch ein Zahnputztraining gehalten. Neben all den Leckereien und dem Spielen steht natürlich auch die Gesundheit und Zahnhygiene der Mädchen und Jungen im Vordergrund. Zuerst haben wir den Jüngeren eine Geschichte vorgelesen und die korrekten Putztechniken besprochen. Danach wurde gleich die Zahnbürste gezückt und die Beißerchen zum Strahlen gebracht. Eine weitere Runde zur Zahnhygiene wird bestimmt in den nächsten Monaten folgen. Es lernt sich ja nie aus und manche Dinge dürfen gerne wiederholt werden.

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Kinder Paradise 2015

Wer weiß, was der August und weitere Monate so bringen werden. Ich bin gespannt.

Prana im Juli

 

 

Ballspielen und der Unmut der Eltern

von Hilde Link

Ballspielen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben eine neue Englischlehrerin. Sie heißt Maniammei und ist eine Lehrerin, die wir uns alle als Kinder gewünscht haben: Immer nett, immer geduldig, immer lieb und freundlich. Kaum war sie da,  gab es auch schon Unmut von Seiten der Eltern. Diese hatten sich beschwert, dass ihre Kinder “nur noch Ballspielen” würden, anstatt zu lernen.

Was war geschehen? Maniammei hatte einen Ball mit in die Schule gebracht. Dasjenige Kind, das den Ball hatte, sollte diesen einem anderen Kind zuwerfen und ein Wort rufen, das das fangende Kind ganz schnell ins Englische übersetzen musste. Kind A ruft also in seiner eigenen Sprache beispielsweise “punei” (=Katze) und das Kind B, das den Ball fängt, ruft “cat”.

Das war das Ballspielen, über das sich die Eltern beschwerten. Den Kindern hatte der Unterricht so viel Spaß gemacht, dass sie zu Hause nur vom Ballspiel erzählten, nicht aber davon, dass sie ganz nebenbei Vokabeln gelernt hatten….

 

Neues aus dem Kinder Paradise

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Accra 2015

Zurück nach Ghana und zurück in das Kinder Paradise ging es nicht nur für mich – Janina Marszalkowski, 26 Jahre, Erzieherin und Heilpädagogin aus Deutschland, sondern auch für die Gründerin und Leiterin Silke Rösner. Mitte Mai ist sie von ihrer vierwöchigen Reise nach Deutschland zurück gekommen. Wieder vor Ort ist sie von den Mädchen und Jungen, mit einem bunten Programm, willkommen geheißen worden.

Über die Ferien hinweg haben sich die Kinder und Jugendlichen regelmäßig in ihren jeweiligen Clubs getroffen, Ideen ausgetauscht, ihre Talente entdeckt und eingesetzt. Es wurden Theaterstücke, Tänze und Lieder eingeübt, um hiermit die Rückkehr zu etwas ganz Besonderem zu machen.

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Kinder Paradise Chor

 

Chor2

Kinder Paradise Chor 2

Die Bastelgruppe hat mit seinem Willkommens-Banner für etwas Dekoration gesorgt und die Kleineren haben ihre Kreativität in einem kleinen Buch präsentiert

Banner

Kinder Paradise 2015

 

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Bilder der jüngeren Kinder

Neben dem bunten Bühnenprogramm in der Mehrzweckhalle wurde auch draußen auf dem Gelände für Unterhaltung und Lebendigkeit gesorgt. Das Basketballteam hat ihr Können zum Besten gegeben und auch die Fußballmannschaft hat das ein oder andere Tor präsentiert.

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Kinder Paradise – Tanzgruppe

Das Programm hat sich durch den Vormittag und Nachmittag gezogen, sodass es immer mal wieder etwas zu sehen und zu erleben gab. Fast alle Mädchen und Jungen haben sich auf ihre eigene Art und Weise mit eingebracht und am Ende kann wirklich Jeder stolz auf sich gewesen sein. Es war ein wunderschöner Tag mit viel Gemeinschaft, Freude, Lachen und einer besonderen Art von Unterhalten. Denn zu sehen, wie die Kleinen und Großen ihre Interessen, Fähigkeiten und Talente einsetzen lässt einem das Herz aufgehen und erfüllt einen mit purer Freude und Zufriedenheit.

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Tanzgruppe – Kinder Paradise

 

Was ist sonst noch seit meiner Rückkehr passiert? Neben den normalen Aufgaben im Alltag und den ein oder anderen kleinen Überraschungen des Lebens, hat am Sonntag, den 21. Juni ein Fußballturnier stattgefunden. Die Jungs vom Kinder Paradise haben gegen die Mannschaft der Soccer Acadamy aus dem Ort gespielt und diese erstaunlicherweise mit 6:2 geschlagen. Das hätte ich am Anfang nicht für möglich gehalten, denn als wir der Soccer Acadamy zugesehen haben, haben diese Kids aus dem Ort mit 12:0 besiegt. Das nenne ich dann nun einmal Können, oder aber unsere Jungs hatten nur verdammt viel Glück.

Das Highlight für die jüngeren Kinder war in den letzten Wochen aus Ausflug zum „ Family Day Out“. Dieser wurde von einem Radiosender gehalten und sie haben den Kids verschiedenen Aktionen, wie Hüpfburgen, Fußballturniere, Kinderschminken und Schwimmen geboten. Ein Tag außerhalb des Geländes ist eine große Besonderheit und hat den Mädchen und Jungen viel Freude bereitet. Für diejenigen, die in das Schwimmbecken durften war der Tag nochmals mehr ein voller Erfolg. Die Kleinen haben sich gut ausgepowert und die Stunden genossen, auch wenn die Hüpfburgen ganz schön heiß geworden sind, wurden sie immer wieder genutzt, um die Zeit zu genießen.

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Family Day Out – Kinder Paradise

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Family Day Out 2 – Kinder Paradise

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Family Day Out 3 – Kinder Paradise

 

Auch konnten die Kleinen einen Ausflug zum nahe gelegenen Strand genießen und hier nach Herzenslust im Sand spielen. Es wurden Burgen gebaut, Krebse gefangen, die Füße in das Wasser gehalten und Fußball gespielt. Bei all der Freude und all dem Spaß haben wir glatt die Zeit vergessen. Ganz knapp sind wir dem heftigen Regenschauer entkommen und konnten uns noch ins Trockene retten.

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Ausflug zum Strand

 

Die Tage hier im Kinder Paradise bieten einem eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie man die Zeit mit den Mädchen und Jungen gestalten möchte. Man kann sich hier austoben, Bekanntes einsetzen oder einfach Neues ausprobieren und in das kalte Wasser springen. Momentan kann ich es gar nicht glauben, dass die ersten acht Wochen von meinem Aufenthalt schon vorbei sind. Es bleiben also noch weitere zehn Monate. Mal schauen, was diese so bringen werden.

Prana im Juni

 

Beten hilft

von Hilde Link

Prem

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Indien ist ein spirituelles Land. Da macht ein Kind nicht einfach eine Prüfung und die anderen sagen, sie würden die Daumen halten.

Aber schön der Reihe nach:

Wir haben einen Jungen im Prana-Projekt, der, sagen wir es mal so, nicht ganz unproblematisch ist. Prem ist 15, Sie verstehen, was ich meine. Sein testosterondurchflutetes Hirn lässt nicht zu, dass man Prüfungen ernst nimmt. Auch dann nicht, wenn es sich um die Mittlere Reife handelt, die bereits einmal versemmelt worden ist.  Seine stresserprobte und wirklich liebevolle Betreuerin (sie ist Direktorin unserer Schule und für zwanzig weitere Schulen im Distrikt verantwortlich) tat alles, wirklich alles, um den Knaben  zum Lernen zu bewegen: Versprechungen aller Art, Drohungen, Zuwendungen, intensiver Nachhilfeunterricht: was man eben so macht in solch einem Fall. Prems Interesse für die bevorstehende Prüfung hielt sich dennoch in Grenzen.

Dann kam der Tag der Prüfung. Immerhin, der Junge ging hin. Schon mal was. Was tat die Betreuerin? Sie hat 18 ihrer Kolleginnen dazu gebracht, sich in der Zeit, in der Pem in der Prüfung saß,  zu versammeln und zu beten, damit der die Prüfung schafft.

Prem hat bestanden.

Prana im Mai

 

Fernsehen 2

von Hilde Link

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Am 6.Mai lief der sehr sehenswerte Beitrag über Prana und die Arbeit an unserem Theaterstück, das sich mit dem Thema “sexueller Mißbrauch” auseinandersetzt, im Fernsehen.
Hier der Link zur Mediathek des Bayrischen Rundfunks – die Sendung ist dort bis zum 13.5.  abrufbar:

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/stationen/stationen112.html                                                Der Bericht über Prana beginnt bei Minute 20:45

In der Zwischenzeit kam unser Theaterstück noch einige Male zur Aufführung. Erfolge lassen sich nicht immer in Zahlen messen. Wohl aber daran, ob Menschen bewegt werden oder nicht. Nach dem Theaterstück hatte so mancher Zuschauer eine Gänsehaut vor Ergriffenheit oder Tränen in den Augen. So wie ich selbst auch. Aber darauf kommt es ja gar nicht an, ob jemand weinen muss oder nicht. Wichtiger ist, dass das Stück bei denjenigen  Zuschauerinnen ankommt, die es betrifft. Unsere Lehrerinnen und Lehrer haben berichtet, dass durch das Theaterstück die „Teen-age-girls“, an die das Stück gerichtet ist, jetzt untereinander zu einer ganz neuen Offenheit bezüglich des Themas sexueller Missbrauch gefunden haben, und dass eine unserer Lehrerinnen zur Vertrauensperson geworden ist.

Erste Früchte kann man zwar noch nicht ernten, aber die Saat ist dabei, aufzugehen.

Neues aus Mali

Mali4Hier mal wieder ein Update über die Aktivitäten von Schule-Mali e.V.

Unsere diesjährige „Projektreise“ ist abgeschlossen. Tapily war mehrere Tage hier bei uns, um alles zu besprechen was nötig ist. Er war im Dezember in Dioundioulou hat mit allen Verantwortlichen gesprochen, die örtliche Schulbehörde besucht und auch einige Bilder mitgebracht.

Feedback aus all den Diskussionen: Der Schulbetrieb läuft prima, der neue Direktor ist engagiert und sehr freundlich. Mit Amadou Yanogué konnte außerdem ein weiterer neuer Kollege gewonnen werden, der nicht nur aus einem der Dörfer stammt sondern mit dem wir endlich jemanden gefunden haben, der sich um Kleinigkeiten wie zu reparierende Schulbänke etc. kümmert. Herr Yanogué hat außerdem damit begonnen, Blumen anzupflanzen, einen Schulgarten anzulegen und die Bewässerung der jungen Bäume zu überwachen. Um ihn dabei weiter zu unterstützen, bekommt er als Anreiz jährlich einen Sack Reis von 100 kg für seine relativ große Familie. Diese Großfamilie stellt uns allerdings vor weitere Herausforderungen, denn sie benötigt relativ viel Wohnraum Um dennoch für alle Platz zu schaffen, haben wir deshalb beschlossen, eines der alten Lehmgebäude, das früher als Lehrerwohnung gedient hat, zu renovieren. Die Bevölkerung wird die Wände ausbessern und wir werden aus Vereinsmitteln für ein neues Dach aufkommen. Leider haben wir aber auch einen Lehrer verloren. Einer der jungen Kollegen wurde von der Dorfbevölkerung nicht mehr akzeptiert und musste gehen. Auch hier gibt es ganz menschliche Probleme- der junge Mann hat sich leider nicht nur für die unverheirateten Damen des Dorfes interessiert….das ist sehr schade, denn er war ein sehr engagierter Lehrer. Wir warten nun auf einen Ersatz seitens der Schulbehörde. In der Zwischenzeit übernimmt der für die neue Vorschule in Dioundioulou vorgesehene Lehrer seine Klasse und die Vorschule muss warten, bis Ersatz gefunden ist.

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Wir haben auch die Gehälter der Lehrer angepasst so dass nun alle ca. 60 EUR pro Monat bekommen und das über 12 Monate, d.h. auch während der Ferien. Die Mittel für die Kantine mussten wir ebenfalls aufstocken, da nun mehr Kinder zu versorgen sind.  Nur ein paar Zahlen: wir benötigen zur Zeit etwa 1 Tonne Getreide im Monat!- 800 kg Hirse und 200 kg Reis!!

Das nächste Projekt, das in Angriff genommen werden soll, ist die Umzäunung des gesamten Schulgeländes. Windschutz, damit Schutz vor Erosion, bessere Kontrolle der Kinder und die Tatsache, dass Toiletten und Brunnen nicht mehr frei zugänglich sind sind nur einige Vorteile der „großen Mauer”, vom Thema Hygiene ganz abgesehen. Ziegen, Rinder, Schafe und Hühner, die sich überall frei tummeln, die Pflanzen anfressen und sonstige Dinge hinterlassen sind schon ein Problem für sich.

A propos Hygiene: Mit unserem Brunnen waren wir da schon auf dem richtigen Weg. Nun werden wir auch unterstützt durch das Projekt „Wash“ in dem mehrere Nichtregierungsorganisationen für Waschplätze und Brunnen sorgen. Auch in Dioundioulou wurdendiese Einrichtungen unterstützt.

Es gibt also viel Positives zu berichten und wir sind guter Dinge!

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Prana im April

 

FERNSEHEN!!!!

von Hilde Link
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Am 22.April 2015, 19.00; Bayerisches Fernsehen, Stationen Magazin

Auch wer grundsätzlich nie fernsieht, der sollte am 22. April eine Ausnahme machen und das Stationen-Magazin im BR anschauen. Da gibt es eine Sendung über das Prana Projekt. Thema: Menschenrechte.

Schon letztes Jahr hatten wir angefangen, ein Präventions-Programm gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Frauen zu initiieren. Damals hatten unsere Lehrerinnen Theaterstücke einstudiert, die Mädchen vor Übergriffen warnen sollten. Wegen des immensen Anklangs haben wir nun in Zusammenarbeit mit der Pondicherry University, Institut für Theaterwissenschaften, dieses Programm erweitert. Wir konnten einen Professor gewinnen, der professionell mit den Kindern ein Theaterstück einstudiert hat. Eines, das unter die Haut geht.

In Indien gibt es für betroffene Frauen und Mädchen praktisch keine Hilfe. Das Einzige, das wirklich nützt, ist Vorbeugung. Die Gesetze sind seit dem Vorfall vor zwei Jahren im Bus in Delhi streng geworden: Ein Fall muss innerhalb eines Jahres gerichtlich verhandelt sein und nicht am St. Nimmerleinstag, wie früher. Auch werden die Täter wirklich hart bestraft, bis hin zur Todesstrafe. Die Konsequenz: Jetzt werden die Frauen nach der Tat umgebracht, damit sie nicht aussagen können. Früher gab man der Polizei ein paar Rupees und der Fall war erledigt.

Das Bayerische Fernsehen berichtet aus dem Prana-Projekt.

Prana im März

 

 

ENDSTATION  SELBSTMORD 

von Hilde Link

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Vor ein paar Wochen kam eine Mutter mit ihren zwei Töchtern zu unserer Schuldirektorin und bat darum, dass wir ihre zwei Kinder aufnehmen. Das machen wir mitten unter dem Schuljahr nicht. Ausserdem  werden die Kinder von unserer Schuldirektorin ausgewählt, um Ungerechtigkeiten zu vermeiden. Diese Mutter jedoch fing an, um die Aufnahme ihrer Kinder auf eine Weise zu  flehen, dass wir darin eine grosse Not erkannten. Wir stimmten zu. Die Mutter weinte vor Erleichterung. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass sie, als sie die Kinder abgegeben hatte, sich in ihrer Hütte erhängt hat. Was genau vorgefallen ist, warum die Frau sich zu dieser Verzweiflungstat hat hinreissen lassen, haben wir nicht erfahren. Die Kinder sind jetzt Vollwaisen. Der Vater ist schon vor Jahren gestorben. Verwandte kümmern sich jetzt. Und Prana. Wir sorgen mit Hilfe von Pateneltern dafür, dass die Mädchen eine gute Ausbildung bekommen, Essen , Kleidung, und dass sie in unserer Schule so etwas wie Geborgenheit erfahren.

Wer denkt, der Selbstmord dieser Frau ist eine einzigartige Tragödie, der irrt. Allein in dem Slum vor unserer Schule haben sich in den letzten Jahren mehr als 20 Frauen das Leben genommen.  Zeitungen berichten schon gar nicht mehr, nur wenn der Selbstmord oder auch der Mord an einer Frau besonders  grausam war. Es gibt praktisch keine Hilfe für Frauen oder Kinder in Not.

Wir haben uns entschlossen, diesem Problem entgegen zu treten. Ein kleiner Anfang ist schon gemacht.

Prana im Februar

 

Sangeetha mit Mütze

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Es war ein weiter Weg für Sangeetha, bis dieses Foto im Schnee entstehen konnte – und ich bin unglaublich stolz darauf, dass sie so weit gekommen ist.

Kennengelernt habe ich sie 2003, da war sie ein Heimkind, dessen Mutter als Wander-Bauarbeiterin Steine schleppend durch´s Land zog.

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Ich begleitete und unterstützte Sangeetha seitdem, besuchte sie sehr regelmäßig, half ihr, ein neues Kinderheim zu finden, als das alte schließen musste, und mit Spendengeldern konnten wir auch ihrer schwer verletzten Schwester Akila nach einem Unfall helfen, wieder auf die Beine zu kommen.

Als sie Abitur gemacht hatte, bauten wir mit Geldern der HelpAlliance innerhalb des Prana-Projekts ein Appartement, in das sie mit ihrer Schwester und Mutter gemeinsam einzog – zum ersten Mal seit ihrer frühesten Kindheit lebten die drei nun unter einem Dach.

Akila hatte kein großes Interesse an einer weiteren Ausbildung, heiratete 2 Jahre später und gründete eine eigene Familie. Sangeetha studierte derweil Buiseness and Administration in Pondicherry, wo sie 2013 mit einem Bachelor abschloß.

Wir konnten ihr auch bei der Erfüllung ihres folgenden Wunsches helfen: sie absolviert nun ein Aufbaustudium in Chennai, wo sie mittlerweile gemeinsam mit ihrer Mutter lebt, und wird im Frühjahr ihren Master of Buiseness and Administration machen.

Diese Zeit in Chennai hat ihrem Selbstbewusstsein einen Riesenschub gegeben; während es für sie früher noch der größte Traum war, als Bankangestellte einen Job zu finden, heißt ihr Ziel heute „Personalchefin“. Mit großer Zielstrebigkeit arbeitet sie darauf hin, geht als „Training“ regelmässig zu den Vorstellungsgesprächen grösserer Firmen, und traut sich vor allem eine solche Aufgabe zu.

Ende letzten Jahres durfte sie eine Studienfahrt ins nördliche Indien machen: zum ersten Mal in ihrem Leben reiste sie richtig weit weg, bis zum Taj Mahal, und sahen zum ersten Mal Schnee in den Bergen – dort entstand das Mützenbild.

Und deshalb hat es für mich solche Bedeutung – wie auch dieses Bild, das Sangeetha mir mitschickte – ich bin gespannt, wohin die Reise sie noch führt.

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Prana im Januar

 

Der 10. Tsunami-Gedenktag

von Hilde Link

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Ein indischer Minister sagte am 26. Dezember 2014 im deutschen Fernsehen, dass viele Projekte zehn Jahre nach dem Tsunami immer noch aktiv betrieben werden. Er erwähnte speziell Schul- und Medizinprojekte, die kontinuierlich weiter geführt worden sind. Prana ist eines dieser Projekte. Zehn Jahre haben wir uns durchgekämpft durch den bürokratischen deutschen und indischen Dschungel, seit zehn Jahren gehen Kinder in unsere Schule, seit zehn Jahren behandeln wir Kinder mit Behinderungen, seit zehn Jahren haben Frauen die Gelegenheit, sich mit Nähen zu verselbständigen. Später kam dann noch das „Glückskinder-Projekt“ dazu.

Ganz am Anfang sagte Mrs. Vasantha, unsere Projektleiterin von damals, sie würde uns die ersten drei Monate helfen. Daraus sind zehn Jahre geworden. Auch unsere Schuldirektorin, Mrs. Savariyammal, hatte sich bereit erklärt, die ersten Wochen den Schulbetrieb anzuschieben. Auch sie ist noch da. Ebenso die Putzfrauen der ersten Stunde, die Köchinnen, so gut wie alle.

Das ist für mich die schönste Freude, dass diejenigen, die damals sich spontan bereit erklärt hatten zu helfen und das Prana-Projekt aufzubauen, dass diejenigen für sich eine nachhaltige Verantwortung übernommen haben, bis zum heutigen Tage. Vielleicht hilft es ihnen, uns allen, den Schatten des 26. Dezember 2004 mit Taten zu vertreiben, die das Leben fördern. Damals haben wir einen Baum mit duftenden Blüten gepflanzt. Er ist inzwischen ganz groß geworden.

The Home Learning Boxes – eines unserer Vietnamprojekte aus 2013

Hien hat diesen Projektbericht erstellt, den ich mit viel Freude für euch übersetzt habe!

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Cooking

Am 16. November wurde unser Projekt “The Home Learning Boxes” mit einem vom Thien Chi Center organisierten Workshop und Familienfest abgeschlossen.Das Projekt richtet sich an Familien im Duc Linh Distrikt, in der Provinz Binh Thuan,  deren Kinder Lernschwächen haben. Mr. Thao und Mr. Tien vom Bildungsministerium, Mrs Hang und ihre Mitarbeiter der Thien Chi Schule und unsere für WWO verantwortliche Sozialarbeiterin Hien nahmen gemeinsam mit 40 Familien die durch dieses Projekt gefördert wurden teil.

 

Das Thema des Fests war “Kommunikation und Alltagsfähigkeiten”. Dies Eggs are readyentsprach auch dem Projektziel, nämlich Eltern die Werkzeuge an die Hand zu geben ihren Kindern Kommunikationsmöglichkeiten und Alltagsfähigkeiten weiterzugeben, die ihnen die Teilnahme am sozialen Leben in ihrer Gemeinde ermöglichen. Vermittelt wurden dieses Wissen und die Fähigkeiten vor allem spielerisch und das Workshop bot die Möglichkeit das erlernte zu präsentieren. Die Eltern leiteten ihre Kinder mit viel Begeisterung an Alltagsarbeiten, wie das falten ihrer Wäsche, Kochen, Nachrichten zu übermitteln und vieles mehr zu üben. Die Eltern konnten mittlerweile sehr gut die jeweils beste Methode auswählen, um entsprechend der Bedürnisse ihrer Kinder Lernerfolge zu erziehlen. Auch die Kinder erkennen wie wichtig es ist diese Fähigkeiten zu erwerben: “Ich muss kochen können, denn dann muss ich nicht hungern, wenn die Eltern nicht zu hause sind und wenn sie spät von der Arbeit kommen, habe ich schon für alle gekocht” erzählte uns eines der Kinder.

WWO (Working with Hien with the team and childrenOthers) ist sehr stolz dieses wegweisende Projekt zu unterstützen. Das Thien Chi Team leistet für verbesserte Lebensbedingungen von behinderten Kindern eine ausgezeichnete Arbeit und es ist unsere Hoffnung und unser Wunsch, dass dieses Engagement noch wesentlich mehr betroffenen Kindern in Duc Linh zu Gute kommt und es so gelingt eine großen Teil der Kinder die Schule zu besuchen und am normalen Leben in ihrer Gemeinschaft teilnehmen zu können.

 

 

 

Lanh is studying   Final Workshop Members Final Workshop Members 2 Eggs are ready Duc Linh staff assessing children Dish is ready Dien is training Life skill

 

Folding Clothes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie immer darf der Dank für euer Unterstützung nicht fehlen!!!

 

Hien und Dominik für das WWO Team

Prana im Dezember

 

 

 

“Eine andere Welt ist nicht nur möglich, sie ist schon im Entstehen.

An einem ruhigen Tag kann ich sie schon atmen hören.“

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Dieses Zitat stammt von der indischen Schriftstellerin Arundhati Roy.

In einem Interview (Stern Heft Nr. 40 vom 25. September 2014) sagt sie: „Indien ist ein schändliches Land.“ Bis zum heutigen Tage legt das Kastensystem fest, „wer eine Ausbildung bekommen oder Land besitzen darf – und wer das Land anderer bearbeiten und sich zum Lohn mit den Abfällen der Besitzer zufrieden geben muss. […] Indien ist ein Land voller Anmut und Schönheit. Doch das darf nicht drüber hinweg täuschen: Wir leben in einer gewalttätigen Gesellschaft. Und die Brutalität nimmt in dem Maße zu, in dem mehr und mehr Menschen an den Rand gedrängt werden. Und die, denen es gut geht, verschließen einfach die Augen vor dem Horror, in dem ihre Mitbürger leben müssen.“

Das Prana-Projekt verschließt vor diesem Horror die Augen nicht. Gemeinsam mit Ihnen setzen wir uns für die Verwirklichung von Menschenrechten in Indien  ein.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Prana-Projekts wünschen Ihnen eine Adventszeit mit ruhigen Tagen, in denen Sie eine andere, bessere Welt schon atmen hören.

Frohe Weihnachten!

Hilde Link für das Prana-Team

 

 

Prana im November

 

 

ELTERNABEND AUF INDISCH

von Hilde Link

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Es soll Mütter geben, die gehen gern zum Elternabend ihrer Kinder. Ich persönlich hasse Elternabende. Weil ich immer Angst hatte, dass ich in den Kuchenback- oder in den Puppenbastel-Kreis eintreten soll oder zu Beginn den Eltern-Eurytmiereigen tanzen muss (meine Kinder waren auf der Waldorfschule). Jetzt bin ich gottfroh, dass alle meine vier Töchter erwachsen sind und ich nie wieder zum Elternabend muss. Dachte ich.

Kaum bin ich in Indien,  wird der Elternabend unserer Prana-Schule einberufen. Hier brauche ich kein Interesse heucheln. Hier kämpfe ich zusammen mit den Lehrerinnen und den Lehrern dafür, dass Mädchen Rechte haben, dass sie keine Ware sind, die man an einen wildfremden Mann gegen die Zahlung von Geld abgeben kann, dass sie nicht missbraucht werden dürfen, auch nicht vom eigenen Onkel. Denn das ruft keinerlei Unrechtbewusstsein hervor.  Männliche Verwandte dürfen alles. Oft spielt sich beim Elternabend ein Kampf gegen Windmühlen ab, wenn uns die Väter klar machen, dass die indische Gesellschaft nun mal so funktioniert, und dass wir nicht daran zu rütteln hätten. Oder wir werden angegriffen: In die Privatangelegenheiten von Familien hätten wir uns nicht einzumischen. Es sind die Frauen, die aufmerksam zuhören, und die uns immer wieder berichten, dass sie den Kampf um die Selbstbestimmung ihrer Töchter aufgenommen haben, dass sie achtsam geworden sind und ihre Töchter dazu ermutigen, offen zu sprechen.  Das sind große Erfolge.

von sehr arm zu arm

Projekt Stiftung Sabab Lou Ghana
– ein aktueller Reisebericht –
Dieses Jahr wird die Ernte sehr gut ausfallen, die Frauen der Anoshe Women Group sind frohgemut.
Dank des zweiten Traktors – im Frühjahr 2014 wiederum von der help alliance gespendet – konnten dieses Jahr 450 Frauen von diesem unternehmerischen Projekt im äußersten Nordosten von Ghana profitieren. Sie rechnen mit einem Ertrag von 300 – 400 Kilo Sojabohnen. Für fünf Monate harte Feldarbeit.
Die Anoshe Women Group, AWG, erhält je einen Sack mit 100 Kilo Soja, woraus sie die organisatorische und vermarktende Arbeit bestreitet, und ebenso Rücklagen für Reparatur und Wiederbeschaffung der Traktoren bildet. Nachhaltig eben.
Geplant ist jetzt der Aufbau einer Grain Bank: die Frauen verkaufen die Säcke an die AWG zum aktuellen Marktpreis. Diese lagert die Säcke, um diese zu einem günstigeren Zeitpunkt zu verkaufen. Der Handelsprofit wird nach Abzug von Lager- und Transportkosten geteilt, auf die Frauen und die Organisation. Die Frauen müssen nun nicht mehr zu Dumpingpreisen verkaufen um ihre Schulden zu bezahlen. Leider haben sie sich wegen der Dürre im vergangenen Jahr fast alle verschulden müssen. Dank der Gruppe sind sie nun nicht mehr auf profitgierige Hehler angewiesen.
Mit diesem Projekt helfen wir Frauen im von der Regierung völlig vernachlässigten Chereponi Distrikt Einkommen zu generieren. Einkommen, welches sie nie zuvor hatten. Mit einem Verdienst von mindestens 200 ghanaischen Cedis, gleich 50 Euro, tragen sie dazu bei, die Schwelle von sehr arm zu ´nur noch arm´ zu überschreiten.
Einige Frauen planen, die 200 Cedis in der Trockenzeit noch in ein kleines Handelsgewerbe einzubringen. Als ihren eigenen Mikrokredit sozusagen. Aber selbst der erwirtschaftete Mehrwert aus diesem Projekt, mit > 0,02 Eurocent p.P./Tag macht die Frauen stolz.
Und sie haben Ihre Rolle und ihren Status gestärkt.

AWG 2 Okt. 2014

Foto zweiter Traktor

Frauen AWG auf Traktor

AWG und Traktor

Prana im Oktober

 

Alle drei Jahre wieder

von Hilde Link

Prana Project-459
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Alle drei Jahre prüft das Finanzamt für Körperschaften unseren Verein auf Herz und Nieren. In einem Freistellungsbescheid, falls dieser erteilt wird, ist eine Begründung für die Steuerbefreiung angegeben. Diese Begründung wird vom Finanzamt nach Aktenlage formuliert. Dieses Jahr lautete die Begründung:
  • Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege
  • Förderung der Erziehung
  • Förderung der Volks- und Berufsbildung sowie der Studienhilfe
  • Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens

Es ist der letzte der aufgeführten Aspekte, der uns seit zehn Jahren ein besonderes Anliegen ist, und der in der heutigen Zeit in einigen Religionsgemeinschaften erbittert bekämpft wird: die internationale Gesinnung und die Toleranz auf allen(!) Gebieten der Kultur. Völkerverständigung schafft Frieden. Das ist eines der großen Ziele des Prana-Projektes. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Spendern, die uns darin unterstützen, diesen großen Gedanken in einem kleinen Projekt, an einem unbedeutenden Ort der Welt, tatkräftig zu verbreiten.

Säen – Pflegen und Ernten ….. Teil 3 – Ernten

Trainingsprogramm für Hörbehinderte -

Hören und Sprechen lernen

 

2014_MobileMission_HearingTesting

Gehörtest beim Training vor Ort

Eine ganz andere Seite unserer Arbeit zeigt euch das dritte Projekt. Die Global Foundation for Children with Hearing Loss Vietnam (GF) führt seit mehreren Jahren ein ausgezeichnet strukturiertes Fortbildungsprogramm für Erzieher und medizinische Fachkräfte für Gehörlose durch. Damit bot sich uns die Möglichkeit, innerhalb von WWO einen sehr starken und kompetenten Partner zu finden, der unsere Unterstützung brauchte, von dem wir aber gleichzeitig enorm viel lernen können.

Eine Auswertung unserer Projektarbeit seit Beginn von Working With Others (WWO) in 2009 ergab, dass es einen großen Bedarf an Schulungen im Bereich autistischer Behinderungen gibt – ein großes Projektvorhaben, das einer sorgfältigen Vorbereitung bedarf.

TeachingPractice_EI_ThuanAnCenter

“Lehren Lernen ” … Unterrichtseinheit im Sommercamp

Unsere Beteiligung an dem Projekt der GF soll zwei Dinge erfüllen – Paige Stringer der “Triebfeder” von GF die Fortsetzung ihrer überaus erfolgreichen Arbeit ermöglichen und uns (WWO) einen tiefen Einblick in die benötigten Ressourcen, Zeitaufwand und Kosten für eine ähnliche Initiative im Bereich autistischer Kinder geben. Entsprechend nimmt Hien – unsere WWO Projektmanagerin – auch selbst an dem Fortbildungsprogramm teil. Dass sie dies in ihrem Urlaub macht, soll ihr Engagement für diese Arbeit unterstreichen. Wir unterstützen dieses Projekt von Global Foundation mit 3000 US$, weitere Sponsoren ermöglichen die Deckung weiterer Projektkosten, z.B. der Reisekosten der Spezialisten, die ansonsten ihre gesamte Leistung kostenfrei zur Verfügung stellen. Alle Teilnehmer machen diese Fortbildung in den Sommerferien und bekommen dies vom Bildungsministerium als Fortbildung anerkannt!

Das GF gehörlosen Bildungsprogramm ist eine mehrjährige Initiative, um hörbehinderten Kindern Zugang zu Gehörtechnologie und eine professionelle Unterstützung zu geben, die sie benötigen, um Kommunikation zu erlernen. Das Bildungsprogram besteht aus modular aufgebauten Sommerschulungen, mobilen Ausbildungseinheiten und Videoanalysen im Bereich Hörakustik und der audiologischen Sprachpraxis von Lehrern, Therapeuten, medizinischen Teams, Fachleuten im Gehörbereich und betroffenen Familien in Vietnam.

CoachingTeacher

Spezialisten helfen Lehrern bei der Anwendung der Inhalte

Die Fortbildung im Sommer findet jedes Jahr am Thuan An Center für Behinderte Kinder in der Provinz Binh Duong statt und folgt einem Stufen-Lehrplan, der Hörakustik, Früherkennung und Gehör- und Sprachübungen beinhaltet. Die vietnamesischen Teilnehmer durchlaufen den gesamten Lehrplan und qualifizieren sich durch das Ablegen einer Prüfung für die nächste Ausbildungsstufe.

Das Programm ist mit denselben Teilnehmern aufbauend über mehrere Jahre angelegt um sicherzustellen, dass die Teilnehmer ihre Fähigkeiten fundiert ausbauen. Es beinhaltet auch ein “train the trainer” Konzept, in dem fortgeschrittene Teilnehmer Jene in niedrigeren Lehrplanstufen schulen und betreuen. Ganz wesentliches Element ist dabei auch, die Zusammenarbeit unter vietnamesischen Fachleuten im Gesundheitsbereich und im Lehrbereich für hörbehinderte Kinder zu verbessern.

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Die Arbeit mit Eltern und Familien ist ein wichtiger Teil der Ausbildung

In den Ausbildungseinheiten vor Ort besuchen die Vortragenden der Global Foundation die am Programm teilnehmenden Schulen und Krankenhäuser, um die Lehrgangsteilnehmer in der täglichen Arbeit und der Anwendung mit den betroffenen Familien zu begleiten. Hörgeräte werden für die Kinder, soweit sie diese benötigen sowohl für das Sommerprogramm, als auch für die Ausbildungseinheiten vor Ort zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer der audiovisuellen Lehrgänge entwickeln und halten in diesem Rahmen auch Vorträge für ihre Mitarbeiter und im Rahmen von Abendprogrammen für Familien.

Doctors_CochlearImplantStaff

Die Ausbildung von Ärzten und Hörakustikern- ein wichtiger Bestandteil des Programs

Eine Kerngruppe von hochqualifizierten Lehrern und Therapeuten führt als Mentorin das gesamte Jahr über Videoanalysen durch. Im Bereich der Hörakustik werden Ärzte und Hörakustik-Techniker geschult um sie in die Lage zu versetzen Kindern mit Gehöreinschränkungen eine adäquate Gesundheitsberatung geben zu können. Dieses modulare Modell erreicht einen sehr großen geografischen Bereich in Vietnam und es wird von ausgesuchten internationalen Spezialisten in den jeweiligen Bereichen geleitet. Diese arbeiten mit vietnamesischen Fachleuten zusammen, um die Lehrpläne zu entwickeln, und die Spezialisten reisen selbst nach Vietnam um vor Ort zu unterrichten. Ziel unseres Programms ist es, Multiplikatoren im Gehörlosenbereich zu unterstützen, so dass Kinder mit Gehörbehinderungen ihr volles Potential zu hören und zu sprechen ausschöpfen können.

Von Dezember 2013 bis August 2014 wurden zwei große Ausbildungseinheiten und ein Video Analyse Programm durchgeführt. Im März 2014 wurde das Vor Ort Training im Thuan An Center und dem Kinderkrankenhaus in Ho Chi Minh City ausgeführt. 15 Lehrer und Therapeuten, die sich bereits im fortgeschrittenen Lehrplan der Hör- und Sprachschulung befanden, nahmen daran teil. 21 medizinische Fachleute und Gehörtechniker nahmen am hörakustischen Training teil, das von Experten aus den USA und Kanada durchgeführt wurde. Entsprechend sind die Teilnehmer jetzt sehr gut vorbereitet, Kinder mit Hörbehinderung bei der Gehör- und Sprachausbildung zu unterstützen und darüberhinaus weitere Fachkräfte darin zu schulen.

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Früherkennung – eine der Grundlagen für erfolgreiche Arbeit mit Behinderten!

Von Juli bis August 2014 wurde das fünfte Sommer Training am Thuan An Center durchgeführt. Etwa 100 Lehrer, Therapeuten und Hörakustik-Techniker nahmen daran Teil. Zu Gute kam dieses Training auch 48 Kinder und deren Eltern im Rahmen des Praxisunterrichts, in dem die Lehrinhalte umgesetzt wurden. Etwa 100 Kinder wurden medizinisch hörakustisch getestet, 12 von ihnen erhielten aufgrund dieser Untersuchung neue Hörgeräte.

Durch schriftliche und fachliche Prüfungen vor, während und zum Abschluss des Programms wurde sichergestellt, dass die Teilnehmer die unterrichteten Konzepte verstanden hatten und der Fortschritt in ihrem Verständnis entsprechend des Lehrplans gewährleistet wurden.

Paige Stringer nennt drei Gründe für den großen Erfolg dieses Programms:
1. der große Einsatz der Trainer und Teilnehmer für den Lernprozess,
2. eine starke Führung in der Projektgestaltung sowohl seitens der Vietnamesen, als auch durch die Global Foundation in allen Projektphasen und
3. die Bereitschaft den Teilnehmern zuzuhören und basierend auf deren Rückmeldungen das Program wo nötig kontinuierlich anzupassen.

Wie geht es weiter?

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Ausbildung vor Ort – eine Schulklasse hörbehinderter Kinder

Für 2015 ist die Planung für die nächste Schulungseinheit bereits erstellt, wobei die weit fortgeschrittenen Teilnehmer auch bereits als Lehrer die einsteigenden Gruppen unter Aufsicht erfahrener Spezialisten schulen. Damit werden sie in die Lage versetzt, dieses Training in Zukunft selbstständig anzubieten und die Nachhaltigkeit des gesamten Programms zu gewährleisten. Und so wird die Ernte für eine achtsame und nachhaltige Arbeit eingefahren!

3 aus ingesamt 40 Projekten für Behinderte in Vietnam die durch die Help Alliance gefördert werden – zu denen wir mit Ihrer – Eurer Hilfe beitragen konnten – danke dafür! Behinderte Menschen die gleichzeitig überproportional von Armut und gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen sind – dies zu ändern hat sich WWO zum Ziel gemacht!

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