28. April 2011 | ,

Asociación Pachamama- ein Kinderheim in der Wüstenstadt Nasca, Peru

 


Nasca- eine kleine Stadt in der Wüste, ca.  450km südlich von der Hauptstadt Lima entfernt.
Genau hier hat Nicky Mügge- Bruckert, eine ehemalige Purserette der DLH im Jahr 1988 die Asociación Pachamama Manta Wua Wuan Cunapacc Perupi gegründet. Der Name findet seinen Ursprung in der Quechua-Sprache  und bedeutet: „Für die armen Kinder Perus, die der Erdgöttin Pachamama nachfolgen“. Pachamama  ist demnach ein Kinder-
und  Waisenheim für Kinder aus sehr armen und bedürftigen Familien der Region.

Im Moment befinden sich 30 Kinder bei uns, ca. die Hälfte sind interne Kinder, d.h. sie leben bei uns in der Casa Albergue, gehen morgens  aber ganz normal in die öffentliche Schule und kommen am Mittag mit den anderen  (externen) Kindern, die bei ihren Familien leben,  zu uns zum Mittagessen. Danach  erhalten  alle Kinder Hausaufgabenbetreuung und zusätzlichen Unterricht durch geschultes
Personal/ Lehrer. Da das Bildungssystem in Peru starke Mängel aufweist,
versuchen wir durch diese Unterstützung unseren Kindern die Möglichkeit zu einer besseren Zukunft zu geben und das Mittel dafür ist immer noch eine gute Bildung. Bildung umfasst bei uns nicht nur die schulische Ausbildung, sondern auch das Lehren in alltäglichen Dingen, dazu zählen: Ein sauberes und ordentliches Zimmer, den Tisch richtig zu decken, Verantwortung für das eigene Handeln und auch für andere zu übernehmen; ebenso auch das Thema Mülltrennung, Pünktlichkeit und Pflichtbewusstsein oder beispielsweise der sparsame Umgang mit Rohstoffen wie Wasser.

Es ist unheimlich schön zu sehen, wie unsere Kinder die Dinge, die wir ihnen täglich versuchen beizubringen, früher oder später annehmen, umsetzen und dann selbst an die jüngeren Kindern
weitergeben. Gerade bei den größeren Kindern (11-15 J.) merkt man oft, dass sie daheim schon früh Verantwortung übernehmen und sich beispielsweise um ihre jüngeren Geschwister oder um das Essen kümmern mussten. Bei Pachamama haben sie die Möglichkeit auch einfach nur mal Kind zu sein, zu spielen und das Leben/ den Moment zu genießen.

Die liebenswürdige Begrüßung  jeden Morgen, ihr Lachen, ihre Freude und ihr Enthusiasmus zeigen uns täglich, dass es sich lohnt, sich zu engagieren und für diese Kinder weiterzukämpfen.
Ich bin erst seit 2 Monaten Teil der Pachamama – Familie, aber ich freue mich bereits jetzt darauf, in 4 Monaten zurückzublicken und zu sehen, wie sich diese Kinder weiterentwickelt haben.