3. November 2012 |

Stern des Südens: Erste Eindrücke

 

Hallo Leute!

Am 17.10 bin ich schließlich nach guten 20 Stunden Flugzeug und -hafen Marathon am Abend in Porto Alegre angekommen.

Mittlerweile konnte ich mich einigermaßen gut einleben und auch die drei Schulen und die hiesige Arbeit begutachten:

Die Schule „Aldo Locatelli“ liegt in der Nähe meiner Wohnung und die Schule befindet sich in einem guten Zustand!

An dieser Schule findet ebenfalls zwei Mal in der Woche die Musikschule „Musicantando“ statt, in der den Kindern in lockerer Atmosphäre der Umgang mit der Musik und den Instrumenten gelehrt wird. Auch sonst sind die Unterrichtsgebäude und der Spielplatz gut in Schuss und die Schüler scheinen Spaß am Unterricht zu haben! Sie bereiten sich gerade auf die große Feier am Jahresende vor. Dann zeigen die Kinder was sie alles über das Jahr hinweg im Musikunterricht gelernt haben. Musik fördert die Konzentration, gibt den Kindern neue Hoffnung und hilft  die Sorgen des Alltags zu vergessen.

Dasselbe gilt für die Schule Erico Verissimo, die mit einem neu eingerichteten Computerraum Kinder an diese Geräte heranführt und den Kindern den Umgang mit der Außenwelt näher bringt und sie für die Zukunft im Arbeitsmarkt vorbereitet.  Auch hier findet Musikunterricht von einem sehr motivierten Lehrer statt und scheint den Kindern ausgezeichneten Spaß zu machen.

Die Schule Marina de Souza liegt am Rande der Slums, geschützt durch einen meterhohen Zaun. Auch den Schülern ist zum Teil ihre Herkunft aus den Favelas anzusehen. Trotzdem wird auch hier der Unterricht und die Schule ernst genommen und dem Unterricht gefolgt. Der Zustand dieser Schule ist nicht ganz so gut wie der der anderen:

Die Sanierungsarbeiten von unserem Verein, „Stern des Südens e. V.  mit Hilfe der  HelpAlliance e. V. hat die Schule auf Vordermann gebracht und die Schule in einen guten Zustand gebracht. Trotzdem sollte hier noch einiges getan werden, damit sich die Kinder weiterhin wohl fühlen und Spaß in der Schule haben.

Ein Spielplatz für die Kinder wäre sehr sinnvoll, denn was sie hier an Spielgerät haben  ist nicht gerade optimal.
Die zersprungenen Scheiben, kaputte Türen und teilweise zerstörte Möbelstücke und Spielgeräte sollten saniert werden. Sie zeugen davon, wie schwierig es hier ist, mit Eltern und Kindern zu arbeiten – in diesem Armenviertel um die  Schule herum, wo Drogen die Hauptrolle spielen.

 

Jedoch ist in allen Schulen der Lehrkörper sehr freundlich und zuvorkommend und begeistert von der Arbeit, die hier an den Schulen geleistet wird. Ohne diese Hilfe wäre der Zustand der Schulen katastrophal. Aber alle geben sich viel Mühe im Umgang mit den Schulen und der geleisteten Arbeit. Ich werde hier in Porto Alegre bis Ende März 2013 sein und schauen, welche Überraschungen ich in den Schulen erleben werde.

Bericht folgt:

Dominik Schwarz