4. Mai 2014 | , ,

Prana im Mai


Programm gegen sexuelle Übergriffe im Prana-Projekt

von Hilde Link

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Wenn man die Zeitung aufschlägt, egal ob in Indien oder in Europa, dann liest man von Vergewaltigungen in Indien, von Vätern, die sich wehren, von Tätern, die ins Gefängnis gekommen sind. Die Kinder lesen im Prana-Projekt Zeitung in englischer Sprache. So ist die Idee bei einigen Mädchen entstanden, ein Programm gegen sexuelle Übergriffe zu entwerfen, das man später dann auch in öffentlichen Schulen bekannt machen könnte. Ein Theaterstück sollte es sein, das Gefahren für Mädchen und Frauen aufzeigen sollte, also ein Präventionsprogramm. Darsteller sind ausschließlich Mädchen (wegen der Übergriffs-Szenen). Zusammen mit den Lehrerinnen und Lehrern konnte schon bald eine Aufführung aus dem Lebensalltag stattfinden:

Ein Mädchen wird in der Schule von einem Klassenkameraden in der Klasse selbst oder beim ‚Nachhilfeunterricht‘ belästigt. Das Mädchen wagt nicht, sich zu wehren. So ist es eben erzogen worden. Schließlich vertraut es sich der Lehrerin an. Diese spricht mit den Eltern des Jungen, die ihr Kind in Schutz nehmen. Da schaltet sie die ‚Female Police‘ ein. Das sind Polizistinnen, die seit Neuestem speziell für Frauen da sind, die ein Problem mit Männern haben. Die Polizistinnen ermahnen den Jungen  und dessen Eltern.

Wichtig an diesem Stück ist, dass ein Bewusstsein geschaffen wird, und zwar auch für die Jungen. Die müssen lernen, dass ihr Verhalten Konsequenzen hat, denn das ist neu. Und dass sich Mädchen nicht alles gefallen lassen müssen.

„Super!“, kann ich da nur sagen. „Ganz toll, diese Initiative unserer Prana-Mädchen!“

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