24. Oktober 2014 | ,

von sehr arm zu arm

Projekt Stiftung Sabab Lou Ghana
– ein aktueller Reisebericht –
Dieses Jahr wird die Ernte sehr gut ausfallen, die Frauen der Anoshe Women Group sind frohgemut.
Dank des zweiten Traktors – im Frühjahr 2014 wiederum von der help alliance gespendet – konnten dieses Jahr 450 Frauen von diesem unternehmerischen Projekt im äußersten Nordosten von Ghana profitieren. Sie rechnen mit einem Ertrag von 300 – 400 Kilo Sojabohnen. Für fünf Monate harte Feldarbeit.
Die Anoshe Women Group, AWG, erhält je einen Sack mit 100 Kilo Soja, woraus sie die organisatorische und vermarktende Arbeit bestreitet, und ebenso Rücklagen für Reparatur und Wiederbeschaffung der Traktoren bildet. Nachhaltig eben.
Geplant ist jetzt der Aufbau einer Grain Bank: die Frauen verkaufen die Säcke an die AWG zum aktuellen Marktpreis. Diese lagert die Säcke, um diese zu einem günstigeren Zeitpunkt zu verkaufen. Der Handelsprofit wird nach Abzug von Lager- und Transportkosten geteilt, auf die Frauen und die Organisation. Die Frauen müssen nun nicht mehr zu Dumpingpreisen verkaufen um ihre Schulden zu bezahlen. Leider haben sie sich wegen der Dürre im vergangenen Jahr fast alle verschulden müssen. Dank der Gruppe sind sie nun nicht mehr auf profitgierige Hehler angewiesen.
Mit diesem Projekt helfen wir Frauen im von der Regierung völlig vernachlässigten Chereponi Distrikt Einkommen zu generieren. Einkommen, welches sie nie zuvor hatten. Mit einem Verdienst von mindestens 200 ghanaischen Cedis, gleich 50 Euro, tragen sie dazu bei, die Schwelle von sehr arm zu ´nur noch arm´ zu überschreiten.
Einige Frauen planen, die 200 Cedis in der Trockenzeit noch in ein kleines Handelsgewerbe einzubringen. Als ihren eigenen Mikrokredit sozusagen. Aber selbst der erwirtschaftete Mehrwert aus diesem Projekt, mit > 0,02 Eurocent p.P./Tag macht die Frauen stolz.
Und sie haben Ihre Rolle und ihren Status gestärkt.

AWG 2 Okt. 2014

Foto zweiter Traktor

Frauen AWG auf Traktor

AWG und Traktor