3. März 2016 | , , ,

Prana im März

Gehäkelte Eierwärmer und das Umweltproblem

von Hilde Link

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Einmal habe ich eine Spende aus dem Altersheim bekommen zum Mitnehmen nach Indien: Zwölf gehäkelte Eierwärmer in Hühnchenform.

Was um Himmels willen mache ich denn mit Eierwärmern in Indien? Ein Ei kann bei der Hitze gar nicht abkühlen, selbst wenn es wollte. Die Seniorinnen hatten mir aber mit so viel Liebe diese Gabe überreicht, dass ich es einfach nicht fertig gebracht hatte zu sagen, dass es Dinge gibt, die eine Hilfsorganisation in Indien einfach nicht brauchen kann.  Also nahm ich die Häkelkünste mit. In Indien wusste natürlich kein Mensch, was ein Eierwärmer ist, und bevor ich dazu kam, aus meiner Kultur von Frühstückstisch mit Kaffee und Semmeln und Butter und Marmelade und eben Eierwärmern zu erzählen, da hatten schon die Kinder die bunten Häkelhühnchen über die Finger gestülpt.

Seit dem sind Eierwärmer aus unserem Schulalltag nicht mehr wegzudenken. Sie sind ständig als Fingerpüppchen im Einsatz, wenn es zum Beispiel darum geht die Kinder dazu zu erziehen, Abfall nicht einfach wegzuwerfen.

Beispiel: Das blaue Hühnchen zum gelben: „Waas, Du wirfst Abfall einfach auf die Straße?“ Das gelbe Hühnchen schämt sich und hebt alles brav auf und wirft es in den Abfalleimer.

Bisher blieb der ganz große Erfolg dieser Erziehungsmaßnahme allerdings aus, wenn man sieht, wie es direkt neben der Schule aussieht (der weiße Streifen rechts auf dem Foto ist die Schulmauer).