31. Mai 2019 |

Prana im Mai

Tränen im Prana-Projekt 

von Hilde Link2019-03-08-242

Ja, man darf ruhig einmal von Tränen der Prana-Kinder berichten.

Aber vorher eine Frage: Was machen Kinder in Deutschland, wenn die Lehrerin oder der Lehrer sagt, „Ab jetzt sind Ferien!“? Selbst wenn nicht alle jubeln, Freudenschreie ausstoßen und singend und hüpfend aus dem Klassenzimmer rennen – Tränen sind wohl eher selten.

Bei unseren Prana-Kindern ist das anders. Viele weinen am letzten Schultag. Weil sie die Geborgenheit und den Schutz der Prana-Schule nicht mehr haben und weil sie kein gutes Essen mehr bekommen. Statt frischem Obst, Gemüse und Süßigkeiten aus Zuckerrohr, Milch und sieben verschiedenen Getreidearten gibt es zu Hause bei vielen Kindern Reis mit Wasser, wenn überhaupt. Oder die Kinder müssen arbeiten, auf den Feldern, oder sie ziehen als Aluminium-Topf-Verkäufer mit ihrer schweren Last durch die Straßen.

Vielleicht sollten unsere deutschen Kinder immer wieder einmal daran erinnert werden, dass „arm“ nicht ein Kind ist, das kein Tablet besitzt, sondern eines, das so gut wie nichts zu Essen bekommt und schwer arbeiten muss. 

Das Foto der drei Mädchen ist während der Schulzeit entstanden.