16. Oktober 2019 |

Prana im Oktober

Klimawandel

von Hilde Link

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Es ist ja nicht so, dass das Prana-Projekt mit dem Klimawandel nichts zu tun hätte.  Zwar liegt das Schulgebäude auf einem Mini-Hügel, und so wird es im Moment nicht unmittelbar vom Meer bedroht – aber die Familien unserer Fischerkinder müssen immer öfter den Fluten weichen.  Die indische Regierung bemüht sich, weiter im Landesinneren Alternativen zu schaffen. Aber die Fischer sind stur, denn sie haben seit Generationen am Meer gelebt und weigern sich standhaft, weiter ins Landesinnere zu ziehen. Wie sollen sie denn jeden Tag mehrere Male zwei oder mehr Kilometer, vor allem nachts, zum Strand gelangen, um mit den Booten herauszufahren? Sie harren aus wie die legendäre Musik-Kapelle auf der Titanic. Bis es einfach nicht mehr geht, und ihre Häuser von der Flut weggerissen werden. Auf dem Foto sehen Sie die Hälfte eines Hauses. Die zweite Hälfte ist vorerst noch an Land.

So hat der Wunsch der Fischer, mit dem sie sich nach dem Tsunami an uns wandten (nämlich ihre Kinder zu fördern, damit sie nicht auf Gedeih und Verderb auf den Fischfang  angewiesen sind), fünfzehn Jahre später noch einmal eine ganz andere Dimension erreicht. Einige der Fischerkinder, die damals zu uns kamen, sind bereits dabei zu studieren oder Berufe zu erlernen, mit denen sie ihre erneut verzweifelten Eltern aus der Misere, die inzwischen eine Klimamisere geworden ist, befreien können.

Wir danken von Herzen allen Spendern, die dazu beitragen, dass hier eine ganze Generation eine Zukunft haben kann