Prana im Februar

Der stolze und traurige Student
von Hilde Link

Vor einiger Zeit habe ich von Mani (Manikanandam) berichtet, einem Jungen der ersten Prana-Stunde. Gleich nach dem Tsunami war das verstörte Kind in unsere Förderschule gekommen. Jetzt studiert er mit grossem Erfolg Zahnmedizin. Auf dem Foto zeigt er stolz sein erstes Zeugnis. Vielleicht fällt Ihnen auf, dass er sehr ernst dreinschaut. Das liegt nicht daran, dass sein Studium eine ernste Sache ist, sondern dass vor Kurzem seine Mutter an Krebs gestorben ist. Mit 36 Jahren. Das ist für Mani eine innere Tragödie, die sich auch im Aussen auswirkt: Sein Vater hat angefangen zu trinken und wartet eigentlich nur noch, bis sein Sohn ihn und die gesamte Familie aus dem Sumpf heraus holt. Wenigstens wird Mani diese Lebensaufgabe, der er sich stellen wird, mit einem ordentlichen Beruf bewältigen können, in dem er viel verdienen wird. Sie haben dazu beigetragen, dass er nicht, wie sein Vater, Riksha fahren muss. Danke im Namen von Mani!