Prana im April

Corona in Indien

von Hilde Link 

In Indien spitzt sich die Lage aufgrund des coronabedingten Lockdowns drastisch zu. Viele verzweifelte Menschen begehen Selbstmord, denn kein staatlicher Rettungsschirm spannt sich auf für Wanderarbeiter, für alle, die ihre Lädchen schließen müssen, für verzweifelte Menschen in den Dörfern, die, wenn überhaupt, von der Hand in den Mund gelebt haben. 

Alle Schulen sind nun in Indien geschlossen, das Prana Projekt natürlich auch. Und an dieser Stelle gilt unser besonderer Dank all denjenigen Unterstützern, die ihre Spenden nicht zurückgezogen haben und weiterhin dafür sorgen, dass wir alle Gehälter weiter gewährleisten und die jetzt anfallenden zusätzlichen Hilfen für Härtefälle bezahlen können. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Slum vor der Schule retten wir damit Leben und verhindern familiäre Tragödien. 

Unsere Glückskinder, die nicht mehr innerhalb des Projektes leben, haben sich den Aufenthalt während der Ausgangssperre gut organisiert: sie haben sich zusammengeschlossen und sind zu einer Verwandten auf’s Land gezogen. So können alle an die frische Luft, haben Beschäftigung (Farmarbeit) und sind in familiärer Geborgenheit. Zugang zu etwas Gemüse und Obst haben sie dort auch, das macht den „Lockdown“ erträglicher.

Das sind nur kleine Lichtblicke in der aktuellen Situation, aber für uns ist es dennoch ein großer Trost zu wissen, dass sie in relativer Sicherheit und alle beisammen sind – und die Tatsache, dass sie ebenso eigenständig wie umsichtig gehandelt haben, macht uns sehr stolz.